Alkohol – heute nicht!

Laut einem Artikel von sueddeutsche.de konsumieren 9,5 Millionen Deutsche Alkohol “in gesundheitlich riskanter Weise“. Das ist schon der Fall, wenn Frauen täglich ein kleines Bier und Männer die doppelte Menge trinken. Deutschland liegt beim Alkoholkonsum weltweit auf Platz fünf.

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Alleinsein in der Gruppe

Es war kein Brüllen, kein Schreien, keine körperliche Gewalt. Es war ein Teufelskreis der Stille, der Sprachlosigkeit – der unausgesprochenen Vorwürfe: Was zurückbleibt, ist die ständige Angst vor Ablehnung.

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Restaurantkritik: “Don Camillo”

Der Italiener „Don Camillo“ in Limburg ist ein seit langem bestehendes Familienunternehmen. Darauf sind die Besitzer stolz und zeigen es durch ein Familienpotrait, das sie an die Wand haben malen lassen. Der Inhaber ist auch an diesem Tag sehr präsent. Mit seinen grauen Haaren, dem Gehstock und einer kleinen runden Brille läuft er von Tisch zu Tisch und erkundigt sich nach dem Befinden der Gäste und hält hier und da noch einen kleinen Plausch ohne aufdringlich zu sein. Er stellt den aus Filmen bekannten typischen älteren Italiener dar. Er gibt dem Gast das Gefühl wirklich willkommen zu sein. Auch der Service lässt keine Wünsche öffnen. Read the rest of this entry »

Entspannt unter Schaum

Familie und Freunde fragten verwundert: „Wo bist du gewesen? Du siehst so entspannt aus.“ Ich konnte nur sagen: Ich war im Hamam. Das ist ein türkisch-arabisches Dampfbad bei dem der Körper (und auch die Seele!) sehr intensiv gereinigt werden soll.

Die Außentemperaturen sind mit über 35 Grad eigentlich schon warm genug. Im Hamam aber sollen gleich noch mal ein paar dazukommen: Ganze 47 Grad hat uns die Bademeisterin versprochen.

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Doppelt anders – und doch normal

Beim Telefonat am Abend vorher sagte Cindy Dillmann noch schnell: „Ziehen Sie sich hundefeste Sachen an.“ Die Hunde sind auch die Ersten, die die Besucher an der Tür empfangen. Gemeinsam wohnen Xena und Amy mit noch drei Papageien in der Wohnung. Mehrere Sterne sind auf ihren Unterarm tätowiert, die symbolisch für ihre Tiere stehen – ihre kleine Familie. Die 53-jährige sitzt im Rollstuhl und ist lesbisch. Read the rest of this entry »

Restaurant-Kritik: “Well being”

Rund um den Rudolfplatz in Köln fällt die Auswahl eines Restaurants normalerweise nicht schwer. Trotzdem laufen wir an diesem Abend vorbei an Italienern, Indern und sogar einem Currywurst-Restaurant. Aber irgendwie ist das alles nicht das, was wir suchen.

Zufällig stoßen wir in einer Nebenstraße auf das Souterrainlokal „Well Being“. Das unscheinbare Restaurant bietet ausschließlich vegetarische und vegane Küche an. Weil an diesem Abend problemlos auf Fleisch verzichtet werden kann – und wir zugegeben auch neugierig sind – treten wir ein. Read the rest of this entry »

(Ab-)geschnitten

Als sich nach den Protesten in Tunesien in den letzten Tagen nun auch die Demonstrationen in Ägypten verschärften, musste ich vor allem über die Internetzensur und die Sperrung des Mobilfunknetzes nachdenken. Ist es wirklich so, wie manche Nachrichtendienste berichten, dass die Regierung damit verhindern will, dass sich die Demonstranten über soziale Netzwerke oder über das Handy zu Protesten verabreden? Read the rest of this entry »

(Ent-)liebt in einer Sekunde

Das Private sollte privat bleiben. Oder vielleicht doch nicht? Die Angabe des Beziehungsstatus in einem sozialen Netzwerk wie Facebook ist mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Wer ihn nicht angibt, ist selbst schuld. „Keine Angabe“ oder ein leeres Feld lassen in der Realität Platz für Spekulationen.
Aber welchen Wert kann eine Information haben, die ganz schnell, mit nur einem Klick, beliebig oft verändert werden kann. Innerhalb einer Woche kann „verliebt“ zu „Single“ und wieder zurück verändert werden. Die Beziehung in der digitalen Welt – dynamischer denn je. Wie viel Wahrheit dabei ist, wissen aber doch nur die wirklich engen Freunde – in der Realität.

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(Ge-)Laufender Traum

Als der Köln-Marathon im vergangenen Oktober stattfand, stand ich am Fenster meines Zimmers. Von dort aus konnte ich den vielen Läufern in das mehr oder weniger verschwitzte Gesicht schauen – sah Leichtigkeit, Anstrengung Schmerzen, aber auch Freude. Alles Emotionen, die auch ich vom Laufen kannte. Gefühle, die immer einen Kampf gegen den eigenen Körper widerspiegeln. Das langsame Loslaufen zum Takt der Lieblingsmusik. Die federnden Schritte auf den Asphalt oder dem Waldboden. Dann nach acht bis zehn Minuten das erste kleine Tief – auf dem Gesicht zeichnet sich ganz langsam die erste Anstrengung ab. Doch die Schritte tragen den Körper weiter und weiter. Die Gedanken an den Stress des Alltags verfliegen langsam – mit jedem Schritt ein bisschen mehr.

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Ab(ge)schalten?!

 

In den letzten Tagen habe ich mir oft eine Frage gestellt: Was machen Menschen in Deutschland eigentlich ohne Fernseher? Das mag daran liegen, dass meine Mutter mir bei fast jedem Gespräch in letzter Zeit immer wieder gesagt hat, dass der Receiver kaputt ist und das gerade über das Wochenende. Jetzt schreibe sie Weihnachtspostkarten, erledige Büro-Kram und schaue endlich mal die DVD-Sammlung von Anfang bis Ende durch. Read the rest of this entry »